Bericht der Gemeindejugendarbeit Markt Rimpar im Juni 2024 – Rückblick, Aktuell, Ausblick

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Es gibt eine Zeit vor und eine Zeit nach Corona – auch bei der Gemeindejugendarbeit in Rimpar. So besuchten laut dem Sozialpädagogen Lutz Dieter vor Corona 20 – 40 Kinder und Jugendliche das Jugendzentrum in Rimpar. Das Juz in Gramschatz war ebenfalls gut besucht, dabei waren Vorfälle wie Vermüllung oder Lärmbelästigung der Nachbarn im Vergleich zu den Jahren davor zurückgegangen. Die meisten Ferienangebote wurden mit Höchstteilnehmerzahlen durchgeführt und erfreuten sich großer Beliebtheit. Das Hüttendorf besuchten 150 – 200 Kinder.

Während Corona meldeten sich die Kinder und Jugendlichen zur „Krisenbewältigung“ telefonisch und per JugendApp-Chat beim Sozialpädagogen. Auch persönliche Treffen mit höchstens zwei Jugendlichen im Juz wurden angeboten und auch genutzt. Das Juz in Gramschatz wurde dagegen während Corona kaum bis gar nicht genutzt. Es gab während dieser Zeit keine Ferienprogramme oder andere Angebote der Gemeindejugendarbeit. Das Hüttendorf konnte, so der Sozialpädagoge nur mit drastischen Hygienemaßnahmen und einer Höchstteilnehmerzahl von 70 Kindern / Woche stattfinden.

„Fakt ist: Die Kinder und Jugendlichen haben während Corona sehr gelitten“, so Lutz Dieter. „Es sind soziale Defizite im Miteinander entstanden, die auch heute noch zum großen Teil erkennbar sind. Die Gewaltbereitschaft ist höher, ebenso der Drogen- und Alkoholkonsum, Mobbing, etc.“

In der Zeit nach Corona sind die Zahlen im Juz Rimpar dann stark eingebrochen. Als Gründe hierfür nannte Dieter u.a. die Nachwirkungen von Corona und den Wegfall der Mittelschule, bei der er sich immer vorstellte. Derzeit kommen 2 – 4 Jugendliche zusammen und alleine ins Juz. Die vermehrte Durchführung von Projekten und Angeboten im Juz soll die Zahlen wieder steigen lassen. Im September findet am und im Juz der Weltkindertag statt. Beim Herbstferienprogramm werden u.a. ein Graffiti Workhop, „Rimpar spielt“ und Lichtmalerei angeboten. Außerdem stehen im verbleibenden Jahr Angebote zum gemeinsamen Backen und Kochen, Konsolen-, Kicker-, Billiard- und andere Turniere auf dem Programm. 2025 ist ein DJing – und HipHop Workshop geplant.

Die Ferienprogramme werden unterschiedlich gut angenommen. So können die Angebote in den Osterferien öfter durchgeführt werden als in den Pfingstferien. Da hier doch viele im Urlaub sind.

Das Hüttendorf in den beiden ersten Sommerferienwochen „boomt“. 2023 zählte es in der ersten Woche 181 Teilnehmer und in der zweiten 142 Teilnehmer. 2024 sind nach momentanem Stand 180 Kinder angemeldet.

Die JugendApp ist laut dem Sozialpädagogen stabiler und besser geworden und zählt inzwischen über 1100 Nutzerinnen und Nutzer, sowohl Kinder und Jugendliche, als auch Eltern. Es gibt geschlossene Chaträume für Hüttendorf, Bike Mafia, Juz Rimpar usw. Auch eine anonyme Beratung mit dem Sozialpädagogen ist über die App möglich. Neu in der App sind Challenges und Ratings. Sie werden nach einem Vorstellen der Möglichkeiten und einer Einweisung mit Probierphase eingestellt und zum „Spielen“ freigeschaltet. In der Taschengeldbörse bieten 19 Jugendliche ihre Unterstützung an, sei es Babysitten, Rasen mähen oder Gassigehen mit Hunden. Themen, die bei der Jugend besonders gefragt sind, sind die Graffiti-Wand unter der Konrad-Adenauer-Brücke, der Bikepark und der Biketrail, der geplante Soccercourt, die geplante Fahrradwerkstatt.

Zur „Aufsuchenden Jugendarbeit“ berichtete Sozialpädagoge Lutz Dieter, dass verschiedene Gruppen zwischen 3 und 20 Personen Plätze, wie unter der Brücke Hofstraße, dem Kobel, der evangelischen Kirche, dem „Krautäckerstadion“ oder dem Platz hinter der Dreifachturnhalle für sich entdeckt haben. Ist er vor Ort läuft alles ruhig und ordentlich ab, allerdings kann er nicht 24/7 an jeder Stelle vor Ort sein.

Die Jugendversammlung wurde mangels Teilnehmer vor Jahren eingestellt, könnte aber unter entsprechenden Voraussetzungen wieder umgesetzt werden. Die Planung hierfür geht Richtung Frühjahr 2025. Entsprechende Mittel müssten im Haushalt eingestellt werden.