Besucher*innen-Besprechung am 6. Mai 2022

Um 17.00 Uhr waren mit 8 Personen leider nur sehr wenige Besucher*innen des JUZ anwesend, noch dazu nicht die hauptsächlichen Verursacher*innen dieses Termines. Diese Besprechung wurde am 3. Mai via JugendApp bekannt gegeben und auch an den Öffnungszeiten des JUZ mündlich an die Jugendlichen gebracht, mit der Bitte, zu erscheinen und mitzusprechen. Und wer nicht da war konnte somit auch nicht mitsprechen!

Zum Einstieg benannte Lutz negative Erfahrungen und negatives Verhalten von Jugendlichen im und am JUZ aus seiner und des Jugendrates Sicht:

  • Verhalten Jugendliche untereinander – Mobbing, Ausgrenzung, sich etwas bezahlen lassen von schwächeren Jugendlichen
  • Verhalten Jugendliche gegenüber Ehrenamtlichen und andersrum – Respekt/Freundlichkeit
  • Einhalten Hausordnung, JuSchG, usw wird immer wieder umgangen – besoffene und bekiffte Jugendliche (von Shit bis Liquids und Benzotropfen) im und um das JUZ, (un-) benutzte Kondome in der „Lounge“ und in Pissoirs mit nachfolgender Verstopfung des Abflusses, Fremdessen und Fremdgetränke
  • Hausrecht und Aussprechen von Konsequenzen kann nur täglich eingesetzter Öffnungsdienst von Einhalten Hausordnung bis Taschenkontrollen usw., Anerkennung von anderen Öffnenden als mir fehlt – Respekt?
  • Erregungen der besonderen Art im Chillraum mit Filmen durch Kumpels*inen via Handy und gemeinsames Betrachten ohne oder mit Darsteller*innen
  • Sauberkeit im und um das JUZ – Teller, Flaschen, Müll wie Chipstüten, Kaugummi´s auf Boden spucken drinnen wie draußen, auf Laufwege „rotzen“, Brausepulver „schnupfen“ und Verpackungen liegen lassen (Schokoladenverpackungen usw.), Binden neben dem Mülleimer im Damenklo, Wasserpistolennutzung trotz NEIN, Dreck durch schmutzige Schuhe aus Gartenbereich eintragen, Kippen und Müll im Gartenbereich trotz mehrmaliger Hinweise auf Aschenbecher,
  • Hausfriedensbruch/Einbruch – über das geschlossene Tor klettern oder auch auf andere Weise das geschlossene Grundstück betreten!

Dem Jugendrat und mir sind noch einige Kleinigkeiten mehr eingefallen, allerdings soll diese benannte Sammlung als Diskussionsgrundlage mal ausreichen! Allein aus den benannten Gründen macht es weder der Gemeindejugendarbeit mit seinen ehrenamtlichen Helfer*innen noch dem Jugendrat großen Spaß und Freude, das JUZ für diese Personen zu öffnen. Sicher, Arbeit muss und kann nicht immer Spaß und Freude bedeuten, aber die Öffnenden müssen auch nicht alles einfach über sich ergehen lassen und ertragen!

Im folgenden Gespräch mit den Anwesenden vertraten die Jugendlichen die Meinung, dass sie sich “ihr JUZ” nicht von einer Gruppe von Jugendlichen kaputt machen lassen wollen. Vor allem die Außenwirkung auf ihre Eltern und die Bürger*innen unserer Gemeinde bzgl. des JUZ ist ihnen wichtig. Sie möchten kein versifftes JUZ, welches als “Drogenhölle” und/oder “Ort für Alkoholleichen” verschrien ist, sondern ein sauberes, anerkanntes und in der Gemeinde angesehenes JUZ haben. Sie möchten auch weiterhin das JUZ in ihrer Freizeit als Treffpunkt mit Musik und anderen Angeboten nutzen. Daher stimmen sie alle für einen Verhaltenskodex, der vom Jugendrat mit den Ehrenamtlichen und der Gemeindejugendarbeit erstellt wird. Grundlage dafür soll die heutige Besprechung sein.

Aus der oben benannten Liste von negativen Erfahrungen bis negativen Verhaltensweisen wurden somit diese Folgen besprochen:

  • einen “Verhaltenskodex” für das JUZ aufstellen, von allen Besucher*innen lesen und auf einer Liste unterschreiben lassen, dazu mit Jugendrat und Ehrenamtlichen intern mögliche Konsequenzen bei Fehlverhalten aufstellen und diese vom jeweiligen Öffnungsdienst umsetzen lassen
  • Öffnungsdienst wird täglich auf App und im JUZ benannt mit allen Rechten und Pflichten, von Ausschank und Essensverkauf bis Kasse und Beobachten der Einhaltung des “Verhaltenskodex” incl. Durchführung von Konsequenzen
  • NUR benannter Öffnungsdienst übt das Hausrecht aus
  • Musikanlage wird nach Einbau einer Plexiglasscheibe davor nur noch vom eingewiesenen Öffnungsdienst bedient oder stundenweise von in die Anlage eingewiesenen Besucher*innen, sonst geht niemand mehr an die Anlage
  • Zukünftig werden vermehrt feste Angebote im und um das JUZ während der Öffnungszeiten angeboten, das JUZ hat dann nur für die Angemeldeten zeitweise oder ganz geöffnet
  • Vergehen gegen das Hausrecht und dem “Verhaltenskodex” wird bis zur Aufklärung verfolgt und nach gemeinsamer Entscheidung von Jugendrat, Öffnungsdienst und Gemeindejugendarbeit der Polizei gemeldet
  • Alkoholisierte und bekiffte Jugendliche kommen nicht ins JUZ, das JUZ ist kein Platz für diese und weitere derartige negativen Verhaltensweisen! Via Hausrecht erfolgt Betretenverbot, ansonsten wird die Polizei über diese Person(en) informiert
  • mehr Freundlichkeit untereinander im JUZ
  • Filme mit hohem Erregungsgrad werden direkt der Polizei gemeldet, schon das Besitzen von solchen Filmen auf dem Handy kann teuer zu stehen kommen
  • Angesetzte Putztage im JUZ und im Garten, sonst bleibt geschlossen
  • Weniger Öffnungstage und Öffnungszeiten
  • Rauchen im Gartenbereich wird nicht mehr erlaubt
  • die Verantwortlichen des JUZ werden beauftragt eine Liste von möglichen Angeboten zu erstellen und diese Angebote für angemeldete Teilnehmer*innen während der Öffnungszeiten anzubieten

Sobald der Verhaltenskodex für das JUZ aufgestellt und mit dem Jugendrat und Ehrenamtlichen abgestimmt ist, wird er an der Theke zur Einsicht und zur Unterschrift ausgelegt. Eine Unterschrift jedes*r Besucher*in ist einmalig vor dem ersten Betreten nach erfolgter Auslage erforderlich! Ansonsten ist ein Besuch des JUZ mit Außenbereich nicht zu gestatten!

Am Freitag, 3. Juni, wird daher während der Öffnungszeit ein erster “Putz- und Reinigungstag” seitens der Jugendlichen durchgeführt!